Bruce Springsteen 2009 Frankfurt

Bruce Springsteen 2009

1

Bruce Springsteen 2009 Frankfurt

Eine Erinnerung vom 03.07.2009, einer der schönsten Tage meines jungen Lebens.
An diesem sonnigen Freitag ging es zusammen mit meinem Bruder, den ich auf dem AC/DC Konzert zu Springsteen überreden musste, mit dem Auto nach Frankfurt.
Zielort war die Commerzbank Arena.

Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon einige Konzerte hinter mir, jedoch nicht den Boss, welcher live zu Hochform auflaufen sollte, zumindest konnte man das an vielerlei Stelle lesen. Nach knapp eineinhalbstündiger Fahrt, machten wir Rast, hauten uns überteuerte Raststätten-Baguettes in den Kopf und tranken O2 mit Koffein. Kurz darauf folgte eine relativ lächerliche Frage meines Bruders „Watt is eigentlich mit dir und Twitter“. Naja was sollte da schon sein, nichts. Der Sinn dieser Plattform hatte sich mir noch nicht erschlossen, dennoch stimmte ich an diesem Tag zu und wurde ein Twitterer.
Und so kommt es, dass in meinem Twitterprofil auf ewig dieser Tag als Einstiegsdatum meines Twitterlebens gilt.

Weiter ging also die Fahrt nach „Mainhatten“.
Am Parkplatz, nicht weit vom Stadion entfernt angekommen, ging es sofort in Richtung der noch verschlossenen Arena.
Bisher waren ca. 1000 Konzertbesucher mit uns eingetroffen und wir gingen eine Runde um das Stadion. Beim Rundgang war klar und deutlich zu hören, wie der Soundcheck gemacht wurde, da erklang zum Beispiel „Atlantic City“, welches leider später dann doch nicht gespielt wurde. Alleine diese Schnipsel zu hören war schon toll, wie sollte es dann bei eigentlichen Konzert werden?

Bruce Springsteen 02

Ca. zwei Stunden später, nach dem langen warten vor verschlossenen Türen, ging der Sprint ins Stadion endlich los. Plätze wurden hinter dem zweiten Wellenbrecher bezogen kurz darauf sollte wieder eine längere Phase des Wartens beginnen. Zwischendurch wurde das Merchandisefieber befriedigt und der neu aufgebaute Durst und Hunger gestillt.
Jede Bewegung auf der Bühne hatte ein leichtes Raunen zufolge, das Stadion füllte sich und Mr. Springsteen wurde von den rund 40.000 Fans sehnlichst erwartet.

Ich habe keine Ahnung wie lange wir wirklich im Stadion gewartet haben, ich hörte nur, das Bruce ca. eine Stunde Verspätung gehabt haben soll.
Neben uns bezogen Fans mit einem „Twist and Shout“ Plakat ihre Plätze und es wurde dunkler. Dann endlich mehr Bewegung auf der Bühne, die ersten Lichttechniker kletterten die Strickleitern hoch und verschanzten sich auf der Bühne.

Und da war er, live und in Farbe, mit breitem Grinsen im Gesicht begrüßten er und die E Street Band, 2009 noch mit dem am 18.06.2011 verstorbenem Saxophonist Clarence Clemons, das Frankfurter Publikum.
Es folgten 28 Lieder, die in einer Gelassenheit und Routine auf das Publikum trafen, wie ich es vorher noch nicht erlebt hatte. Man konnte den Spaß der Truppe förmlich greifen. Bis zum heutigen Tag habe ich kein Konzert erlebt in dem das Publikum so einbezogen wurde wie es auf diesem Konzert des Bosses der Fall war. Er sammelte Plakate der Fans ein und spielte die Songs die darauf standen, ließ die kleinen Jungs auf den Schultern ihrer Väter „Waiting on a sunny day“ mitsingen und rannte mit einem Schwimmring aus dem Publikum über die Bühne, ein ganz großer eben dieser Herr Springsteen.

Seine gute Laune schwappte auf die Fans über und infizierte förmlich das gesamte Stadion. Bei einigen Liedern merkte man allerdings, dass manche im Publikum gar nicht wussten welches Liedgut sie gerade erlebten. So kam es zum Beispiel bei „Jungleland“ zu etwas lauteren Gesprächen neben mir und die Zuhörer verloren anscheinend für kurze Zeit ihre Aufmerksamkeit.

Bruce Springsteen 01

Die Zugabe erstreckte sich bereits über 5 Lieder und Springsteen drehte sich vom Publikum weg. Eigentlich war das Konzert vorbei, doch einen musste er noch spielen, nach zwei Stunden und fünfunddreißig Minuten holte er sich einen Kameramann zur Brust und zeigte in unsere Nähe, sofort Rissen unsere Nachbarn ihr „Twist and Shout“ Plakat in die Höhe.
Und tatsächlich, Springsteen spielte eine 10 Minuten Version des Liedes und brachte uns zum Ende des Konzertes nochmal zum mitsingen. Anschließend verließ er endgültig die Bühne, sein Blick sagte allerdings, das es ihm irgendwie leid tut schon nach 2 Stunden und 45 Minuten die Bühne zu verlassen.
Nie habe ich einen Künstler gesehen der länger auf der Bühne stand und seinem Publikum 100% Spaß, Freude und eben die Portion Musik geliefert hat die sie brauchten.

Für mich ist der Boss, bis heute, das beste was ich in meinem Leben live gesehen habe.
Mein Bruder, der quasi ins kalte Wasser gesprungen war, erlebte ein etwas anderes Konzert als Slipknot oder Metallica, welches er aber glaube ich auch nicht bereut. Auf der Rückfahrt schwor ich, dieses Erlebnis zu wiederholen sobald der Boss seinen Weg in unser Land ein weiteres mal antreten würde.

2012 ist es endlich wieder soweit, Bruce Springsteen und die E Street Band betreten wieder deutschen Boden und ich werde dabei sein.

Für jeden der nicht weiß, ob es sich lohnt ein Konzert vom Boss zu besuchen sei gesagt, er ist und bleibt der größte. Der Name ist bei ihm Programm.

Tourdaten 2012
25.05.2012 Frankfurt – Commerzbank-Arena
27.05.2012 Köln – RheinEnergieStadion
30.05.2012 Berlin – Olympiastadion

Bruce Springsteen 04

Steilst 2009 Frankfurt

Badlands
Adam Raised A Cain
The Ties That Bind
My Lucky Day
Outlaw Pete
Hungry Heart
Working On a Dream
Seeds
Johnny 99
Factory
Something In The Night
I’m Goin‘ Down
Ramrod
Trapped (Original von Jimmy Cliff)
Because the Night
Waitin‘ on a Sunny Day
The Promised Land
Point Blank
Kingdom of Days
Lonesome Day
The Rising
Born to Run

Zugabe:
Hard Times Come Again No More (Original von Stephen Foster)
Jungleland
American Land
Bobby Jean
Dancing in the Dark
Twist and Shout (Original von The Isley Brothers)

Rammstein 01

Rammstein 2011

0

Rammstein 2011 Düsseldorf

Provokant, ohne Tabus, zensiert und verdammt laut. Wenn man das von einer deutschen Band behauptet, dann wird es wohl um Rammstein gehen. Eine in Berlin gegründete 6-köpfige Truppe, welche seit 1994 auf der ganzen Welt Erfolge verbucht.

Rammstein 01

Die letzte Tour hatte ich schlichtweg verpennt, weil ich tatsächlich den Ticketkauf verkackt hatte. Das sollte sich 2011 nicht wiederholen! Als ich hörte, dass Rammstein 2011 auf Tour geht, verfolgte ich den möglichen Vorverkauf der Karten mit Adleraugen.
Ergebnis der Beobachtung war mein Erfolg des Kartenkaufs für die erste Show in Düsseldorf.
Ziel der Reise sollte die Heimat der Düsseldorfer EG sein, hier hatte ich bereits 2008 die Foo Fighter live erleben dürfen. Der ISS Dome war mir also durch seine brillante Akustik noch gut im Gedächtnis.

Um ca. 16.46 Uhr ging die Reise an Gleis 7 des Bochumer Hauptbahnhofes los, mein Kollege und ich sollten hier in der S1 auf 2 weitere Freunde treffen, die sich das Spektakel „Rammstein“ mit uns teilten.
Leider mussten wir, wegen meiner logistischen Lehrlingsleistung, auf Bier während der Hinfahrt verzichten.
Knapp eine Stunde später, trafen wir an irgendeiner Haltestelle im nirgendwo von Düsseldorf ein und rannten unserem nächsten Beförderungsmittel entgegen. Der gerade noch erreichte Bus, brachte uns dann ans angestrebte Ziel.
Vor der Eishalle stand bereits eine, in Serpentinen aneinandergereihte Menschenmenge, die sich zum Teil am brennenden Merchandisestand mit Klamotten eindeckte. Unsere Rettung war jedoch nicht die Textilbranche am Stand sondern der Herr, der uns in der Schlange mit Jägermeister und Bier vor der Vertrocknung rettete.

Nach gefühlten 60 Minuten in der menschlichen Serpentine, waren wir dann endlich im Dome. Hier traf man sich noch schnell mit der aus Bremen angereisten Nase die man kannte, leerte 3 weitere Biere und suchte seinen Platz auf. Um ca. 20 Uhr betraten dann die Deathstars, eine Truppe aus Schweden, die Bühne. Ich hab keinen Plan ob sie gut oder schlecht waren, denn unterm Hallendach war nur Brei zu hören. Hin und wieder konnte man verstehen wie der Frontmann etwas von Rammstein brabbelte, aber das war es dann auch schon. Eine schöne Gruppe um pinkeln zu gehen.

Rammstein 02

20.57 Uhr
Die unter dem Hallendach verschraubte Treppe beginnt unter lautem Getöse den Weg vom Hallendach auf den Boden, von der Seite der Halle bewegen sich 6 Personen, angeführt von einem Fackelträger, in den ISS Dome. Nach und nach stapft jeder der 6, im Abstand von 10 Metern über die Treppe, kurz darauf wird das Feuer an der Seite der Bühne angezündet und Rammstein beginnt das Konzert mit „Sonne“.
Ab diesem Moment beginnt nicht nur ein Konzert, es beginnt eine in Licht- und Pyroeffekte getränkte Bühnenshow, die zum Teil an ein aus Episoden bestehendes Theaterstück erinnert. Bei Völkerball, einer Coverband von Rammstein, sah ich im kleinen Rahmen bereits was Rammstein bedeutet.

Einfach genial war für mich persönlich das Kochen von Flake bei „Mein Teil“ und den Einmarsch der Band bei „Bück dich“, letzteres hatte schon eher etwas von Comedy. Dann die alt bekannten, immer wieder faszinierenden, brennenden Flügel bei Engel, gefolgt von der „Sackkanone“ beim letzten Lied Pussy.

Rammstein 03

Lautes Knallen, heiße Flammen, brennende Bühnendächer und ein fantastischer Mix aus der bisherigen Musiktruhe von Rammstein machten das Konzert zu einem echten Leckerbissen. Einzig die Akustik unter dem Dach ließ zu wünschen übrig, im Mittelrang war diese besser wie ich hörte. Allerdings soll das nicht dieses Erlebnis schmälern, denn Rammstein heißt nicht Musik hören, es heißt Musik sehen und fühlen.
Um Punkt 22.57 Uhr war das Konzert, die Show und Rammstein erloschen. 2 Stunden nach Plan die einfach atemberaubend laut und heiß sind.

Das abfließen der Menschenmassen funktionierte, zumindest was Bus und Bahn anging, sehr gut, auch das hatte ich schon anders erlebt. Mit dem Rücken zur Fahrtrichtung ging es dann wieder nach Bochum, wieder eine Stunde in der S1, diesmal aber beladen mit den Eindrücken der Show und den Rezensionen der Menschen die um einen saßen.

0.45 Uhr
Endlich in Bochum angekommen, wurde der letzte Hunger im Restaurant zum goldenen M gestillt und der Abend neigte sich dem Ende. Die Frage nach dem nächsten Beförderungsmittel, welches mich endgültig nach Hause bringen sollte, stellte sich nicht, denn ich hatte mich entschlossen den Rest mit Musik auf den Ohren zu laufen.

Ankunft und Ende der Tour für mich, 2.15 Uhr in meiner Wohnung.

Rammstein 04

Setlist
· Sonne
· Wollt Ihr das Bett in Flammen sehen
· Keine Lust
· Sehnsucht
· Asche zu Asche
· Feuer frei
· Mutter
· Mein Teil
· Du riechst so gut
· Links 2, 3, 4
· Du hast
· Haifisch
· Bück Dich
· Mann gegen Mann
· Ohne Dich

Zugabe 1
· Mein Herz brennt
· Amerika
· Ich will

Zugabe 2
· Engel
· Pussy

Mark Knopfler & Bob Dylan 01

Mark Knopfler & Bob Dylan 2011

17

Mark Knopfler und Bob Dylan 2011

Entgegengesetzt des Tickets soll dieser Artikel schon in der Überschrift die Reihenfolge der Interpreten zeigen.

Um ca. 17.15 ging es mit einer entspannten Fahrt in Richtung Oberhausen los.
Es sollte das 5. Treffen von Mark Knopfler und mir sein, einziger unterschied zu den letzten 4 Konzerten war die Anwesenheit einer weiteren Legende, mit der Knopfler zusammen diese Tour bestritt.

Schon zum 3. mal zog es mich zur Arena Oberhausen, oder wie sie heute heißt König-Pilsener-Arena, hier hatte ich Knopfler bereits 2001 und 2008 live erleben dürfen.

Mark Knopfler & Bob Dylan 01

Mark kam pünktlich wie man es von ihm und seiner Truppe kennt um 19.30 auf die Bühne und spielte in gewohnter Manier einen bunten Mix seiner bekannten Lieder, neuen Liedern und alten Dire Straits Songs.
Ich und auch der Rest der Arena wirkten gut unterhalten, die Gitarre heulte wie gewohnt in typischer Knopfler art.
Ob „Brothers in Arms“, „Privateering“ oder „Speedway at Nazareth“ alle Lieder waren durch den bestechenden Klang der Instrumente und der rauchigen Stimme des Dire Straits Frontmanns ein absoluter Hochgenuss.

Mark Knopfler & Bob Dylan 03

Ich wusste aus den Setlisten der letzte Konzerte das nach „Speedway at Nazareth“ schon das Ende des Abends mit Knopler erreicht war, doch nicht so in Oberhausen.
Das Publikum in Oberhausen durfte sich noch am Dire Straits Hit „So far away“ erfreuen, erst nach dieser Zugabe verschwand Mark Knopfler samt seiner Band von der Bühne.

Ich freue mich auf das nächste Knopfler Album und auf eine weitere Tour, bei der ich mehr als 2 Stunden diesen sauberen Klang haben werde, den ich von ihm und seiner immer gut gelaunten Truppe kenne.

Ein Blick auf die Uhr verkündete 20.45.

Nun wurde wie wild gearbeitet um Instrumente und Equipment auszutauschen, denn auch Mr. Dylan hatte ja so einiges von sich und seiner Band im Gepäck.

Mark Knopfler & Bob Dylan 04

Um ca. 21.15 kam der 70 Jährige auf die Bühne und legte, ohne viele Worte zu verlieren, gleich los.
Die ersten 4 Songs wurde die Band um Bob Dylan noch von Mark Knopfler unterstützt, einen gemeinsam gesungenen Song der beiden gab es an diesem Abend nicht.
Mir ist nicht bekannt wie das bei den anderen Konzerten war, aber ich denke mal dort wird es ähnlich gewesen sein.

Bob Dylan im Auto zu hören ist für mich persönlich immer wieder eine Freude, sind die Studioaufnahmen klanglich und stimmlich doch wirklich sehr gut.
Was die Band und er an diesem Abend jedoch von sich gaben war nicht das was ich erwartet hatte. Bei allem Respekt vor dem was Dylan in seiner Laufbahn als Musiker erreicht hat und vor dem Hintergrund das ich seine Studiomusik wirklich mag, konnte ich meinen Ohren nicht trauen.

Die Band hörte sich oft wie wirres Chaos an und hatte nichts mehr mit dem Klangenuss zu tun der noch bei Knopfler durch die Arena schwebte.
Dylans Stimme, oder besser das zum Teil schräge bellen und schreien hatte nichts mit Gesang zu tun. Es fiel mir extrem schwer einige Lieder überhaupt zu erkennen, da diese so unkenntlich durch Musik und Gesang gemacht wurden.
Lieder wie „All along the Watchtower“ oder „Things have Changed“ hatten nichts mehr mit dem zu tun was man an ihnen mag.

Mark Knopfler & Bob Dylan 05

Die folge war das die nicht eingefleischten Dylan Fans nach und nach in scharen zwischen den Liedern die Arena verließen.
Aus Respekt vor Dylan und dem Wissen er würde am Ende „Like a Rolling Stone“ spielen blieb ich bis zum Schluss. Bei letztem Lied konnte man zumindest den hauch von Wiedererkennung spüren.

Alles in allem war Dylan für mich aber meine bisher größte Konzertenttäuschung, ich habe eine Legende live erlebt die den Absprung von der Bühne verpasst hat.
Aber dies hier ist nur meine Sicht der Dinge, die eingefleischten Dylan Fans werden vermutlich vollkommen anders über diesen Auftritt reden.

Ende des Konzertes war um ca. 22.30

Mark Knopfler & Bob Dylan 02

Setlist

Mark Knopfler
· Why Aye Man
· Cleaning My Gun
· Sailing to Philadelphia
· Hill Farmer’s Blues
· Privateering
· Song for Sonny Liston
· A Night in Summer Long Ago
· Marbletown
· Brothers in Arms
· Speedway at Nazareth
· So Far Away

Bob Dylan
· Leopard-Skin Pill-Box Hat
· It Ain’t Me, Babe
· Blind Willie McTell
· Things Have Changed
· Spirit On The Water
· Love Sick
· The Levee’s Gonna Break
· A Hard Rain’s A-Gonna Fall
· Highway 61 Revisited
· Tryin‘ To Get To Heaven
· Thunder On The Mountain
· Ballad Of A Thin Man
· All Along The Watchtower
· Like A Rolling Stone

Mark Knopfler 01

Mark Knopfler 2001 – 2010

13

Mark Knopfler 2001 - 2010

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher wann es genau war, doch ich denke es war das Jahr 1988 als ich auf MTV das Lied „Money for Nothing“ hörte. Von diesem Moment an blieb ich der Band die dieses Lied spielte treu. Dem Album „Brothers in Arms“ welches schon 1985 in den Plattenläden stand, entsprangen weitere Songs wie „So Far Away“ und „Walk of Life“ und mein absolutes Lieblingslied des Albums „The Man´s To Strong“.

Ich hatte lange Spaß an der Musik von „Brothers in Arms“ und es sollte auch bis zum Jahr 1991 dauern bis die Dire Straits wieder etwas Neues auf den Markt bringen sollten.

Es folgte und begeisterte „On Every Street“ mit gleichnamiger Single.
„Heavy Fuel“ und „Calling Elvis“, letzteres in Erinnerung durch das extrem coole Musikvideo in der Optik der Thunderbird Puppen, waren 2 weitere Hits des Albums.

Ab diesem Moment begann ich mir alle Alben der Dire Straits zu kaufen und deren früheren Werke in meine Ohren fließen zu lassen. Was ich nicht wusste war die Tatsache, dass „On Every Street“ das bisher letzte Album der Dire Straits sein sollte.
Obwohl sich die Band nie offiziell trennte kam nach 1991 kein gemeinsames Studioalbum mehr auf die Theke.

Somit hatte ich auch nie die Chance die Dire Straits live zu sehen.

Mark Knopfler 03

1996 kam das erste Soloalbum von Mark Knopfler in die Läden, der Frontmann der Dire Straits hörte sich an wie immer, doch ich kaufte mir für die „Golden Heart“ Tour keine Tickets.

2001 Arena Oberhausen
Die Hoffnung die Dire Straits jemals live zu sehen vorerst aufgegeben, hatte ich mir eine Konzertkarte für die Sailing to Philadelphia Tour gekauft. Ich wollte zumindest den Frontmann live erleben, seine Fähigkeiten an der Gitarre sehen, hören und spüren.

Mark Knopfler 2001 in der Arena Oberhausen war mein erstes Konzert.
Bewaffnet mit einer Kamera in die man noch einen Film einlegen musste, begann also meine liebe zu Konzerten. Ich war nervös wie ein kleines Kind das zum ersten mal alleine in die Schule fährt, ich wusste nicht was mich erwartet und ich wurde mit den Klängen alter Dire Straits Songs überrascht.
Ich rechnete nicht damit etwas von Dire Straits zu hören, ich erwartete die Solostücke der 2 bereits erschienen Soloalben, doch der Anteil der alten Bandsongs war sehr hoch und somit war ich mehr als überrascht und voller Freude dabei gewesen zu sein.

Mark Knopfler 02

2003
Für mich war klar, ein weiteres Konzert von Knopfler muss her.
Die Karte wurde gekauft und jeder Tag der die Wartezeit verkürzte vom Kalender gestrichen, die Vorfreude auf Ihn und seine Band, in der auch Guy Fletcher von den Dire Straits spielte, war unermesslich hoch.
Dann folgte der Schock.
Mark Knopfler hatte einen Motorradunfall und sagte die Tour ab.
Die Karte wieder weg zu bringen war ein schrecklicher Gang für mich, ich musste etwas zurückgeben auf das ich mich Monatelang freute.

2005 Westfalenhalle 1 Dortmund
Mittlerweile hatte Knopfler sein 4. Studioalbum veröffentlicht und ich hatte wieder Karten für eines der Konzerte.

Die Shagri-La Tour war neben den zwei U2 Konzerten für mich das Ereignis des Jahres, wieder freute ich mich Monatelang auf das Konzert, auf „Sultans of Swing“ auf den Frontmann mit seiner unvergleichlichen Art Gitarre zu spielen.
Die Westfalenhalle bestach, wie auch schon 2001 die Arena Oberhausen, durch unglaublichen Klang. Es mag an der Musik liegen, aber auch alle weiteren Konzerte von Knopfler waren klanglich ein Hochgenuss.

Man sah allerdings, dass die Herren älter werden, damals zu Zeiten der Dire Straits stand sowohl die Band, als auch das Publikum, mittlerweile sitzt das Publikum und auch Knopfler ließ es sich nicht nehmen sich für ein paar Songs auf seinem Stuhl nieder zu lassen und im sitzen seine Songs zu spielen.

Mark Knopfler 01

2008 König-Pilsener-Arena Oberhausen
Wieder sollte es Oberhausen sein, Konzert Nummer drei und Tickets in der ersten Reihe machten das Konzert zu etwas besonderem.

Mark Knopfler so nah vor mir wie sonst nur bei den Zugaben, bei denen die „alten“ Menschen die mich dort meistens umgeben, auch aufstehen und zur Bühne rennen.
Er hat es einfach nicht schwer mich zu begeistern, auch wenn seine Musik mit den Jahren nichts mehr mit dem was ich an den Dire Straits liebte zu tun hat. Die Art seines Gitarrenspiels ist das was ihn ausmacht und was ihn so unvergleichbar hat werden lassen. Songs wie „Speedway at Nazareth“ kann man einfach jedes Jahr aufs neue live hören und unter die Haut gehen lassen.

Zum ersten Mal konnte man hier in der Besetzung der Band John McCusker sehen, welcher mit so viel Gefühl sein Instrument spielt wie ich es vorher selten von einem Musiker gesehen habe.

Mark Knopfler 04

2010 TUI Arena Hannover
Warum sollte man aufhören mit Dingen die einen glücklich machen?
Knopfler die 4. in Hannover.

Wieder mit von der Partie meine Schwägerin die schon 2008 in Oberhausen meine Begleitung war. Knopfler war in der Zwischenzeit wie immer fleißig und hatte Studioalbum Nummer 6 in den Regalen der Musikgeschäfte stehen. Mittlerweile wurde es auch immer moderner und einige Songs waren nur auf Special Edition Cd´s zu hören.

Was war anders als bei den Konzerten davor?
Der Zeitpunkt war erreicht wo Mark, wie auch sein Publikum, das gesamte Konzert auf dem allerwertesten verbringen würden. Laut Knopfler war dies allerdings eine strenge Anweisung seines Arztes. Ihm ging es sichtlich gut und alles hörte sich an wie immer. Schön anzusehen war die Leinwand, auf der im Hintergrund bei einigen Liedern über eine Kamera am Kopf der Gitarre zu sehen war, wie Mark´s Hände über die Gitarre fliegen und die Töne aus ihr holten.

Merchandiseobjekt der 10 Jahre Knopfler war der USB Stick mit dem kompletten Konzert den man nach Hannover käuflich erwerben konnte. Ein Erinnerungsstück welches immer und immer wieder durch meine Ohren schießt.

Mit jedem Konzert von Mark Knopfler verschwindet ein Stück Dire Straits auf der Setlist, die Songs die auf seinen Soloalben und anderen Projekten zu finden sind bilden den Hauptteil der Konzerte.

Ich habe bis heute die Hoffnung nicht aufgegeben Mark Knopfler als Frontmann der Dire Straits irgendwann doch noch live erleben zu dürfen. Ich weiss nicht wie ich es beschreiben kann, aber für mich gäbe es musikalisch keinen schöneren Moment als diesen.
Pink Floyd hatte vor einigen Jahren mal ein Comeback, dies machte mir wieder Hoffnung, dass es noch einmal dazu kommen wird. Knopfler und Illsley verstehen sich immer noch recht gut wie ich hörte und hatten vor einigen Jahren mal wieder zusammen auf der Bühne gestanden.

Dire Straits, Mark Knopfler und ich sind eine unzertrennliche Verbindung die wohl erst getrennt werden kann wenn alle Beteiligten das Zeitliche gesegnet haben, bis dahin werde ich weiter genießen was zu genießen ist.

Nächster halt 23.10.2011 Bob Dylan und Mark Knopfler in Oberhausen, 2 Legenden und wieder ein Moment der mir zeigen wird das Musik einer der wichtigsten Bestandteile meines Lebens ist.

Mark Knopfler 05

Bisher erlebte Songs auf den Konzerten:

Dire Straits:
4x Brothers in Arms
1x Calling Elvis
2x Money for Nothing
4x Romeo and Juliet
4x So Far Away
4x Sultans of Swing
4x Telegraph Road
2x Walk of Life

Mark Knopfler:
1x Boom Like That
1x Border Reiver
1x Cannibals
1x Coyote
3x Done with Bonaparte
1x Get Lucky
1x Going Home (Local Hero)
2x Hill Farmer´s Blues
1x Junkie Doll
2x Marbletown
2x Our Shangri-La
1x Piper to the End
1x Postcard From Paraguay
1x Prairie Wedding
1x Pyroman
1x Rudiger
4x Sailing to Philadelphia
1x Song for Sonny Liston
4x Speedway at Nazareth
1x The Fish and The Bird
1x True Love Will Never Fade
4x What it is
1x Who´s Your Baby Now
2x Why Aye Man

nach oben