Beiträge mit tag "The Boss

Bruce Springsteen 2013 01

Bruce Springsteen 2013

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Bruce Springsteen 2013

Dienstag Knopfler, gestern Springsteen. Ein Kontrastprogramm das unterschiedlicher ist als schwarz und weiß. Knopfler der mit seinen ruhigen Klängen die Ohren verzaubert und Springsteen der mit Leichtigkeit ein Stadion zum beben bringt.

05.07.2013
Der Tag des 3. Springsteen-Konzertes begann um 12.45 mit der Reise zum Bochumer Hauptbahnhof. Dem Treffpunkt von mir und meinem Kollegen, dem ich mit diesem Konzert zeigen wollte, warum Bruce Springsteen der Boss genannt wird. Dies gelang mir bereits vor einem Jahr in Köln bei einer anderen Person.
Um ca. 14.46 Uhr waren wir in Gladbach angekommen und machten unseren kleinen Rundgang durch die Stadt, welche sich aber ehrlich gesagt immer noch nicht lohnt. Wir waren schon beim Bryan Adams Konzert etwas enttäuscht von Gladbach.

Das kulinarische Mittagessen wurde also bei McDonalds inhaliert, bevor es dann mit der 017 zum Stadion ging. Dort angekommen wurde dann noch kurz der Edeka Markt gestürmt, der mir beim Adams Konzert gar nicht aufgefallen war. Vielleicht existierte dieser zu der Zeit aber auch einfach noch nicht. Mit den erstandenen Erfrischungsgetränken wurde jedenfalls um 16.23 Uhr die Stellung vorm Stadion bezogen und der Soundcheck genossen der von der Wiese vorm Stadion zu hören war.

Bruce Springsteen 2013 01

Um 17.56 wurde dann die Position im Stadion gefestigt. Erste Reihe Innenraum, ca. Mittellinie des Stadions, machten wir es uns am Wellenbrecher gemütlich und warteten auf den Boss. An dieser Stelle muss ich allerdings sagen, dass mir die Innenraumkarten in Köln um einiges näher vorkamen als es in Gladbach der Fall war. Zum Glück, lässt mich der Zoom meiner Kamera in solchen Fällen nicht im Stich.

19.39 Uhr
Da ist er, der Boss. Bruce Springsteen und die E Street Band betreten die Bühne und beginnen das Konzert mit „Jackson Cage“ dicht gefolgt von „My Love Will Not Let You Down“ und dem Dauerrenner und Zuschauerplakatwunsch „Better Days“.
Springsteen versteht es von der ersten Sekunde an das Publikum mitzunehmen und an sich zu reißen. Diese unübertreffliche Art mit seinem Publikum zu spielen und die Freude zu übertragen, die er und die E Street Band am spielen der Song hat, gibt es meines Wissens bei keinem anderen Künstler.

Die Fragezeichen auf der Setlist, die für die gewisse Spontaneität auf den Konzerten sorgen, verhalf dem Boss zumindest bei „Shake Rattle & Roll“ sowie „One Way Street“ zu einer kleinen Nachhilfestunde im Gitarre stimmen. Gut das Steven ihm hier unter die Arme gegriffen hat.
Erinnerungen fürs Leben werden die 7 Frauen haben welche er während des Konzertes zu sich auf die Bühne holte. Auch das kleine Mädchen, dass neben ihm „Waiting On A Sunny Day“ singen durfte, wird eine Erinnerung der besonderen Art mit nach Hause nehmen.

Bruce Springsteen 2013 04

Es ist schwer, zu beschreiben, was auf einem Springsteen Konzert so anders ist als bei allen anderen Konzerten die ich bisher gesehen habe. Man muss es einfach erlebt haben, um zu wissen was ich meine. Es ist eine eigene Welt auf einem Konzert von ihm zu sein. Selbst unser „good german beer“ ist vor ihm nicht sicher, dies schnappte er sich von einem Zuschauer und trank es unter Anfeuerung der ca. 35.000 Fans leer. Auch wenn er doch sehr verschwenderisch damit umging.

Bruce Springsteen 2013 02

Die Setlist ist bei seinen Konzerten schon fast egal, denn was auch immer er spielt, er lebt es und schafft es, dies zu übertragen.
Um 22.39 Uhr nach 3 Stunden Spielzeit, war es dann vorbei, ein durchnässter Boss verabschiedet sich wehmütig von seinen Fans und verlässt die Bühne.

Die Akustik von der Mittellinie war vollkommen ok, manchmal wirkte sie etwas übersteuert. Insgesamt kann man vollkommen zufrieden mit dem Klang im Borussia Park von dieser Position aus sein.

Das Merchandisefieber wurde mit einer Tasse befriedigt, den Rest hatte ich mir ja bereits beim Konzert in Köln zugelegt.

Die Rückfahrt mit den Shuttlebussen verlief extrem schnell, wir schafften es trotz der Merchandisebefriedigung in den ersten Bus der dort stand und waren schneller am Bahnhof als damals beim Bryan Adams Konzert, wo es keine Shuttlebusse gab und der Weg mit dem Taxi gefahren werden musste.

1.54 Uhr
Ich bin zu Hause, ein langer und lohnenswerter Tag ist zu Ende.
Ein weiterer Mensch wurde überzeugt, dass Konzerte eine andere Klasse erhalten, wenn man Bruce Springsteen live gesehen hat.

Ich schlafe mit einem breiten Grinsen im Gesicht ein und hoffe auf mehr Konzerte von diesem unglaublichen Menschen.

Bruce Springsteen 2013 03

Setlist 2013 Gladbach

· Jackson Cage
· My Love Will Not Let You Down
· Better Days
· Shake Rattle & Roll
· One Way Street
· Mary´s Place
· Wrecking Ball
· Badlands
· Death to My Hometown
· Point Blank
· Trapped
· The Promised Land
· Hungry Heart
· Man´s Job
· Because the Night
· Candy´s Room
· She´s the One
· Leap of Faith
· Rosalita
· Shackled and Drawn
· Waitin´ on a Sunny Day
· Radio Nowhere
· Thunder Road

Zugabe

· Rocky Ground
· Born in the U.S.A.
· Born to Run
· Dancing in the Dark
· Tenth Avenue Freeze-Out
· Rockin´ All Over the World

Bruce Springsteen 2009 Frankfurt

Bruce Springsteen 2009

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Bruce Springsteen 2009 Frankfurt

Eine Erinnerung vom 03.07.2009, einer der schönsten Tage meines jungen Lebens.
An diesem sonnigen Freitag ging es zusammen mit meinem Bruder, den ich auf dem AC/DC Konzert zu Springsteen überreden musste, mit dem Auto nach Frankfurt.
Zielort war die Commerzbank Arena.

Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon einige Konzerte hinter mir, jedoch nicht den Boss, welcher live zu Hochform auflaufen sollte, zumindest konnte man das an vielerlei Stelle lesen. Nach knapp eineinhalbstündiger Fahrt, machten wir Rast, hauten uns überteuerte Raststätten-Baguettes in den Kopf und tranken O2 mit Koffein. Kurz darauf folgte eine relativ lächerliche Frage meines Bruders „Watt is eigentlich mit dir und Twitter“. Naja was sollte da schon sein, nichts. Der Sinn dieser Plattform hatte sich mir noch nicht erschlossen, dennoch stimmte ich an diesem Tag zu und wurde ein Twitterer.
Und so kommt es, dass in meinem Twitterprofil auf ewig dieser Tag als Einstiegsdatum meines Twitterlebens gilt.

Weiter ging also die Fahrt nach „Mainhatten“.
Am Parkplatz, nicht weit vom Stadion entfernt angekommen, ging es sofort in Richtung der noch verschlossenen Arena.
Bisher waren ca. 1000 Konzertbesucher mit uns eingetroffen und wir gingen eine Runde um das Stadion. Beim Rundgang war klar und deutlich zu hören, wie der Soundcheck gemacht wurde, da erklang zum Beispiel „Atlantic City“, welches leider später dann doch nicht gespielt wurde. Alleine diese Schnipsel zu hören war schon toll, wie sollte es dann bei eigentlichen Konzert werden?

Bruce Springsteen 02

Ca. zwei Stunden später, nach dem langen warten vor verschlossenen Türen, ging der Sprint ins Stadion endlich los. Plätze wurden hinter dem zweiten Wellenbrecher bezogen kurz darauf sollte wieder eine längere Phase des Wartens beginnen. Zwischendurch wurde das Merchandisefieber befriedigt und der neu aufgebaute Durst und Hunger gestillt.
Jede Bewegung auf der Bühne hatte ein leichtes Raunen zufolge, das Stadion füllte sich und Mr. Springsteen wurde von den rund 40.000 Fans sehnlichst erwartet.

Ich habe keine Ahnung wie lange wir wirklich im Stadion gewartet haben, ich hörte nur, das Bruce ca. eine Stunde Verspätung gehabt haben soll.
Neben uns bezogen Fans mit einem „Twist and Shout“ Plakat ihre Plätze und es wurde dunkler. Dann endlich mehr Bewegung auf der Bühne, die ersten Lichttechniker kletterten die Strickleitern hoch und verschanzten sich auf der Bühne.

Und da war er, live und in Farbe, mit breitem Grinsen im Gesicht begrüßten er und die E Street Band, 2009 noch mit dem am 18.06.2011 verstorbenem Saxophonist Clarence Clemons, das Frankfurter Publikum.
Es folgten 28 Lieder, die in einer Gelassenheit und Routine auf das Publikum trafen, wie ich es vorher noch nicht erlebt hatte. Man konnte den Spaß der Truppe förmlich greifen. Bis zum heutigen Tag habe ich kein Konzert erlebt in dem das Publikum so einbezogen wurde wie es auf diesem Konzert des Bosses der Fall war. Er sammelte Plakate der Fans ein und spielte die Songs die darauf standen, ließ die kleinen Jungs auf den Schultern ihrer Väter „Waiting on a sunny day“ mitsingen und rannte mit einem Schwimmring aus dem Publikum über die Bühne, ein ganz großer eben dieser Herr Springsteen.

Seine gute Laune schwappte auf die Fans über und infizierte förmlich das gesamte Stadion. Bei einigen Liedern merkte man allerdings, dass manche im Publikum gar nicht wussten welches Liedgut sie gerade erlebten. So kam es zum Beispiel bei „Jungleland“ zu etwas lauteren Gesprächen neben mir und die Zuhörer verloren anscheinend für kurze Zeit ihre Aufmerksamkeit.

Bruce Springsteen 01

Die Zugabe erstreckte sich bereits über 5 Lieder und Springsteen drehte sich vom Publikum weg. Eigentlich war das Konzert vorbei, doch einen musste er noch spielen, nach zwei Stunden und fünfunddreißig Minuten holte er sich einen Kameramann zur Brust und zeigte in unsere Nähe, sofort Rissen unsere Nachbarn ihr „Twist and Shout“ Plakat in die Höhe.
Und tatsächlich, Springsteen spielte eine 10 Minuten Version des Liedes und brachte uns zum Ende des Konzertes nochmal zum mitsingen. Anschließend verließ er endgültig die Bühne, sein Blick sagte allerdings, das es ihm irgendwie leid tut schon nach 2 Stunden und 45 Minuten die Bühne zu verlassen.
Nie habe ich einen Künstler gesehen der länger auf der Bühne stand und seinem Publikum 100% Spaß, Freude und eben die Portion Musik geliefert hat die sie brauchten.

Für mich ist der Boss, bis heute, das beste was ich in meinem Leben live gesehen habe.
Mein Bruder, der quasi ins kalte Wasser gesprungen war, erlebte ein etwas anderes Konzert als Slipknot oder Metallica, welches er aber glaube ich auch nicht bereut. Auf der Rückfahrt schwor ich, dieses Erlebnis zu wiederholen sobald der Boss seinen Weg in unser Land ein weiteres mal antreten würde.

2012 ist es endlich wieder soweit, Bruce Springsteen und die E Street Band betreten wieder deutschen Boden und ich werde dabei sein.

Für jeden der nicht weiß, ob es sich lohnt ein Konzert vom Boss zu besuchen sei gesagt, er ist und bleibt der größte. Der Name ist bei ihm Programm.

Tourdaten 2012
25.05.2012 Frankfurt – Commerzbank-Arena
27.05.2012 Köln – RheinEnergieStadion
30.05.2012 Berlin – Olympiastadion

Bruce Springsteen 04

Steilst 2009 Frankfurt

Badlands
Adam Raised A Cain
The Ties That Bind
My Lucky Day
Outlaw Pete
Hungry Heart
Working On a Dream
Seeds
Johnny 99
Factory
Something In The Night
I’m Goin‘ Down
Ramrod
Trapped (Original von Jimmy Cliff)
Because the Night
Waitin‘ on a Sunny Day
The Promised Land
Point Blank
Kingdom of Days
Lonesome Day
The Rising
Born to Run

Zugabe:
Hard Times Come Again No More (Original von Stephen Foster)
Jungleland
American Land
Bobby Jean
Dancing in the Dark
Twist and Shout (Original von The Isley Brothers)

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